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Aktuelles

Andrea Rumpf, Leiterin Stadtarchiv Achern und Gabriele Spitzmüller,  Archivmitarbeiterin, präsentieren neben echten und falschen Akrobaten, Fahrzeugen mit einer und mehr Pferdestärken, Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg, Umzügen und Straßenzügen, die Einkaufswelt Achern oder Baustellen zum „Mitraten“ auch Filmausschnitte aus den Jahren 1926 und „100 Jahre Kolpingfamilie“ 1959 nach einer Idee von Helmut Kaiser.

 

Freitag, den 23. November 2018 um 19.00 Uhr
in den Bürgersaal im Rathaus am Markt Achern

Im Kinzigtal erhoben sich im Mittelalter zahlreiche Burgen. Wenigen gut bekannten  Burgruinen stehen heutzutage zahlreiche weitere, kaum beachtete Anlagen gegenüber. Der Referent – Archäologe und ehrenamtlicher Beauftragter des Landesamtes für Denkmalpflege – stellt eine Reihe von Burgen von Schenkenzell und Schiltach bis nach Wolfach und Gutach vor. Neueste Forschungsergebnisse ermöglichen Aussagen zum Zeitpunkt ihrer Gründung und zu ihrer jeweiligen Laufzeit. Die Burgen sind damit wichtige Zeugnisse für die Erschließung und frühe Besiedlung des Kinzigtales wie auch für die Nutzung der Erzlagerstätten und der Verkehrswege.

 

Referent Dr. Heiko Wagner, Freiburg

Donnerstag, den 25. Oktober 2018 um 19.00 Uhr
Hotel “Sonne-Eintracht“ Achern, Hauptstr. 112

Besuch mit Führung in der ehemaligen Klosterkirche Wittichen sowie dem Klostermuseum in Wittichen /Schenkenzell Im Ortsteil Wittichen wurde 1291 die  spätere Klostergründerin Luitgart geboren. Mit 12 Jahren trat sie in das  Beginenkloster zu Oberwolfach ein. 1324 zog Luitgard in das Wittichertal und  gründete mit 33 Schwestern eine Klause. Später wurde diese Klause durch   Vermittlung der Königin Agnes von Ungarn von Papst Johannes XXII. als Kloster  anerkannt und erhielt die Ordensregeln der hl. Klara. Luitgard zeigte große Liebe zu
den Mitmenschen und war oft so freigiebig, dass sie selbst Hunger litt. Sie stand 25 Jahre als Äbtissin dem Kloster Wittichen vor und starb am 16. Oktober 1349. Während der Säkularisation wurde das Kloster im Jahre 1803 aufgelöst. Den gesamten Besitz sprach man der fürstenbergischen Standesherrschaft in Donaueschingen zu. Von der einstigen recht beachtlichen Klosteranlage sind noch der "Lange Bau" und die wunderschöne barocke Kirche erhalten.

Stadtführung in Schiltach, der Stadt des Fachwerks, der Flößer und Gerber. Eine Stadt wie aus dem Bilderbuch: Geprägt von einem mittelalterlichen Stadtbild ist die  Schiltacher Altstadt eines der bekanntesten und schönsten Ausflugsziele des  Schwarzwalds. Ein Gang durch die Altstadt ist wie eine verträumte Reise in die Vergangenheit. Kunstvoll renovierte Fachwerkhäuser, ein Rathaus aus dem 16.  Jahrhundert und ein jahrhunderte Jahre alter Brunnen umsäumen den Marktplatz
und die romantischen Gässchen.

Abfahrt um 8.30 Uhr ab Parkplatz Rathaus Illenau Achern, Rückkehr gegen 18.30 Uhr

Weiterhin ist  ein gemeinsames Mittagessen vorgesehen. Das genaue  Tagesprogramm wird den Fahrtteilnehmern rechtzeitig bekanntgegeben.
- Kosten für Busfahrt, Führungen, Eintritt ca. € 35,00 pro Person (abhängig von der
Teilnehmerzahl) zuzüglich Kosten für das Mittagessen.

Anmeldung telefonisch oder per Email bei den Vorstandsmitgliedern.

Der Vortrag beschäftigt sich mit der frühmittelalterlichen Besiedlung der Rheinebene in der mittleren Ortenau. Ausgehend vom Ortsnamen Lahr und  zahlreichen (h)lar-Flurnamen im Hanauerland wird die These aufgestellt, dass  bereits zur Zeit Karls des Großen Wasserbauspezialisten aus dem heutigen Flandern auf der Niederterrasse des Oberrheintals angesiedelt wurden. Hierzu werden auch die hurst-, vor allem aber die tung-Ortsnamen herangezogen, die einen ähnlichen Verweis anbieten. Der Vortrag wird unterstützt durch zahlreiche Karten und Bilder in Form einer Power-Point-Präsentation.

Referent: Dr. Ewald Hall

Donnerstag, 28. Juni 19 Uhr in der Sonne Eintracht

Auf einem circa zwei Kilometer langen Rundgang durch Stollhofen wird uns Herr Ernst Gutmann die Geschichte und die Bedeutung der ehemaligen Amtsstadt und Festung Stollhofen sowie der sogenannten Stollhofener Linie erläutern. Fahrt mit eigenen Pkws, es werden Fahrgemeinschaften gebildet.

Programmablauf:
 13.30 Uhr Abfahrt ab Parkplatz Rathaus Illenau.
 14.00 Uhr Beginn der Führung, Dauer zwei bis drei Stunden
 Weiterhin ist geplant eine Einkehr im Café/Restaurant M1 in Rheinmünster-Schwarzach
Kosten für die Führung € 5,00 pro Person.
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt.

 

Die erste urkundliche Erwähnung Stollhofens mit Herrenhof und Kirche erfolgte im Jahr 1154. 1212 saßen die Niederadligen "von Stadelhoven" als Vogt im Ort, 1292 erfolgte die Erstnennung der Burg. 1302 erscheint der Ort erstmalig als Stadt im Besitz der Ritter von Windeck, 1309 wechselte die Stadt an den Markgrafen von Baden. Stollhofen entwickelte sich zu einem ansehnlichen Städtchen, im Jahr 1594 wurde von der badischen Regierung eine Garnison eingerichtet. Im Laufe der Kriege des 17. Jahrhunderts diente die Stadt immer wieder als Waffenplatz für die gerade vorherrschende Kriegspartei.
Unter dem Markgrafen Ludwig Wilhelm I., genannt "Türkenlouis", wurde die sogenannte Stollhofener Linie errichtet. Dabei diente die Stadt wieder als wichtige Garnison. Die Linie sollte den Durchbruch der französischen Armeen während des spanischen Erbfolgekrieges verhindern. Am 22./23. Mai 1707 wurde sie jedoch von den Franzosen unter Marschall Villars erobert und zerstört. Dabei wurden auch alle Befestigungen um Stollhofen geschliffen.

Vortrag von Herrn Erst Gutmann

Beginn 19 Uhr, Einlass ab 18:45 Uhr durch den Haupteingang der Sparkasse

Der große Volksschriftsteller Heinrich Hansjakob war latenter Antisemit,
dessen Antisemitismus sich auf Juden in der Hochfinanz und des Literaturbetriebes beschränkte. Als katholischer Priester war er jedoch eigentlich dem Judentum eher zugeneigt, wie es sich an zahlreichen Stellen seiner Werke zeigt. Die Haltung Hansjakobs ist aber keinesfalls mit den rassistischen Äußerungen der NS-Zeit gleichzusetzen. Zwei wichtige Lehrer Hansjakobs aus unserer Gegend waren Alban Stolz und Lothar von Kübel, welcher später sein bischöflicher Vorgesetzter wurde. Auch bei seinen Lehrern findet sich der latente Antisemitismus wie in den Werken Hansjakobs, welcher hier aber nie gehässig oder gar despektierlich wurde, von Gewalttätigkeit oder dergleichen ganz zu schweigen. Viele als „große Geister“ anerkannte Zeitgenossen Hansjakobs waren hingegen echte Antisemiten, deren Andenken heutedifferenziert zu betrachten ist.
In seinem Vortrag will Professor Dr. Dr. Beck sich mit dem Wesen des Hansjakob und seiner Lehrer befassen und untersuchen wie die antisemitischen Äußerungen zu werten sind. Herr Beck ist selbst auf den Spuren Hansjakobs als Volksschriftsteller tätig, recherchierte etwa über den Hornberger Bürger Friedrich Jeckeln, der als Himmlers Generalbevollmächtigter einer der größten Massenmörder des NS-Regimes im Osten wurde. Seine Doktorarbeit über den Templerorden führte zu Differenzen mit der katholischen Kirche und kostete ihn damals seine Kaplanstelle, sein zweites Studium absolvierte er in der Medizin. Eine herzliche Freundschaft verbindet Herr Beck mit dem Schriftsteller Martin Walser.
Referent Prof. Dr. Dr. Andreas Beck, Hornberg

Vortrag von Wolfram Klumpp

23.02.2018 19.30 Uhr
Atelier der Illenau-Werkstätten

Die beiden mysteriösen Todesfälle des Jahres 1886 waren längst ins Reich des Vergessens versunken: Zwei Frauen, zuvor jeweils rätselhaft und jeweils an einem Samstagnachmittag verschwunden, wurden Mitte Oktober am Flussufer der Murg im Nordschwarzwald tot aufgefunden - an jeweils nahezu gleicher Stelle.
Eine der beiden Toten, eine veritable Gräfin, hatte zuletzt auf dem Schloss des Fürsten Pückler in Muskau/Oberlausitz gelebt und war zu Lebzeiten jung, schön und ungeheuer reich gewesen. Die andere - eine 67-jährige Schneiderswitwe - stammte aus dem nahen Langenbrand im Murgtal.
In beiden Fällen sprach man von "Geistesstörungen". Eine der Damen war angeblich gar schon wegen eines Nervenleidens in der Illenau zu Achern behandelt worden. Ob es sich um zwei tragische Unfälle oder Suizide handelte, wurde nie geklärt. Der Fall verschwand trotz merkwürdigster Begleitumstände binnen zweier Tage in den Akten und verblieb dort unbeachtet volle 125 Jahre lang.
Durch eine Verkettung von Zufällen kam er im Jahre 2012 wieder ans Licht. Er fiel einem Mann vor die Füße, der hauptberuflich mit der Analyse von Softwarefehlern in komplexen Anwendungssystemen zu tun hat - und sich nebenher als Heimathistoriker betätigt.
Das Ergebnis seiner Systemanalyse der etwas anderen Art: Ein nie verfolgter, nie geklärter Doppelmord mit hochbrisantem politischem Hintergrund lag vor und ein filmreifes Tatgeschehen von atemberaubender Aktualität.

1899 machte der Stadtrat von Schlettstadt die Hohkönigsburg, die größte Burgruine des Elsaß, Kaiser Wilhelm II zum Geschenk, der sich daraufhin für einen Wiederaufbau entschied. Die Rekonstruktion
der Burg zwischen 1901 und 1908 unter Leitung des Architekten Bodo Ebhardt war eines der umstrittensten Bauprojekte der wilhelminischen Ära und wurde zum Politikum, weil der Wiederaufbau sowohl von Befürwortern als auch von Gegnern, insbesondere der elsässischen Bevölkerung, als preußisch-deutsches Machtsymbol im 1871 annektierten Reichsland Elsaß-Lothringen gesehen wurde.
Heinrich Schwendemann wird in seinem Vortrag die wechselvolle Baugeschichte der Hohkönigsburg vom Mittelalter bis hin zum national-dynastischen Denkmal des wilhelminischen Kaiserreichs darstellen. Heute ist die Hohköngsburg mit über einer halben Million Besuchern im Jahr neben dem Straßburger Münster wohl das bekannteste historische Bauwerk des Elsaß und ein von der dortigen Bevölkerung geradezu mit Stolz akzeptierter elsässischer Erinnerungsort geworden.

Vortrag von Dr. Heinrich Schwendemann, Historiker, Freiburg am Donnerstag, 25. Januar 2018, 19.00 Uhr, im Hotel „Sonne-Eintracht“ in Achern

Fünf von 113 Reformatoren: Martin Luther (Wittenberg),
Philipp Melanchthon (Bretten), Huldrych Zwingli (Zürich),
Martin Bucer (Straßburg), Johannes Calvin (Genf)

Vortrag von Pfarrer Dr. Hans Gerd Krabbe, Achern

Maßgebliche, herausragende „Köpfe der Reformation“ stellt Pfarrer Dr. Hans-Gerd
Krabbe in seinem Vortrag vor – dazu gehören Martin Luther und Philipp Melanchthon
ebenso wie Huldrych Zwingli, Martin Bucer, Johannes Calvin.
Dr. Krabbe: „Die Reformation allein auf Martin Luther zu beziehen, wird weder Luther
selbst noch der Sache gerecht“. Und: „Luthers Gedanken und Reformansätze sind allesamt
längst vor ihm und seiner Zeit von anderen kundgetan worden.“
Dr. Hans-Gerd Krabbe wird an diesem Abend sein Buch: „Zwölf Köpfe der Reformation“
vorstellen, das bereits in zweiter Auflage erschienen ist.

am Donnerstag, den 26. Oktober 2017 um 19.00 Uhr
in das Hotel “Sonne-Eintracht“ in Achern