Aktuelles

Fünf von 113 Reformatoren: Martin Luther (Wittenberg),
Philipp Melanchthon (Bretten), Huldrych Zwingli (Zürich),
Martin Bucer (Straßburg), Johannes Calvin (Genf)

Vortrag von Pfarrer Dr. Hans Gerd Krabbe, Achern

Maßgebliche, herausragende „Köpfe der Reformation“ stellt Pfarrer Dr. Hans-Gerd
Krabbe in seinem Vortrag vor – dazu gehören Martin Luther und Philipp Melanchthon
ebenso wie Huldrych Zwingli, Martin Bucer, Johannes Calvin.
Dr. Krabbe: „Die Reformation allein auf Martin Luther zu beziehen, wird weder Luther
selbst noch der Sache gerecht“. Und: „Luthers Gedanken und Reformansätze sind allesamt
längst vor ihm und seiner Zeit von anderen kundgetan worden.“
Dr. Hans-Gerd Krabbe wird an diesem Abend sein Buch: „Zwölf Köpfe der Reformation“
vorstellen, das bereits in zweiter Auflage erschienen ist.

am Donnerstag, den 26. Oktober 2017 um 19.00 Uhr
in das Hotel “Sonne-Eintracht“ in Achern

Martin Luther und die Reformation im Werk von Albrecht Dürer und Lucas Cranach d. Ä., Vortrag von Frau Dr. Barbara Memheld

Der turbulente Beginn der Reformation fällt in das letzte Lebensjahrzehnt des früh verstorbenen Dürer; so kam es nicht mehr zu der von ihm erhofften Begegnung mit dem Reformator. Neben schriftlichen Äußerungen spiegelt sich die Haltung des Nürnberger Künstlers zu Luther und seiner neuen Lehre am deutlichsten in den Vier Aposteln , die zwei Jahre vor Dürers Tod entstanden und quasi als sein theologisches Vermächtnis angesehen werden können.
Im Gegensatz zu Dürer stand der ebenfalls aus dem Frankenland stammende Lucas Cranach d. Ä. in engem freundschaftlichem Kontakt zu Martin Luther. Als Hofmaler am kursächsischen Hof in Wittenberg lernte er den Reformator persönlich kennen und erlebte die Entwicklung der Reformation aus nächster Nähe mit. In enger Zusammenarbeit mit Luther und Melanchthon setzte Cranach die theologischen Standpunkte in Bilder und Grafiken um und brachte so die reformatorischen Lehrsätze unters Volk. Der Künstler wurde damit zum geschickten religionspolitischen Werber der neuen Lehre und gilt bis heute als herausragender Maler der Reformation .

Beginn des Vortrages 28. September 19 Uhr, Veranstaltungsort Hotel Sonne Eintracht in Achern

Alt-Acherner Originale
Stadtgeschichte wird heiter präsentiert
Unter dem Motto "Als es im alten Achern noch Originale gab" wird Gernot
Max Joerger am 29.6. 2017 um 19 Uhr in der Acherner "Sonne-Eintracht" aus
dem Buch seines Vaters Max Jörger (1894-1963) "Anekdoten, Schnurren,
Geschichten um Alt-Acherner Originale" eine Reihe von Anekdoten vortragen.
Die Zuhörer werden nicht nur alte Originale kennen lernen, sondern auch
Interessantes über das Leben und Treiben im alten Achern im 19. und Anfang
des 20. Jahrhunderts erfahren, zum Beispiel wann in Achern Straßenlaternen
eingeführt worden sind und was vor über hundert Jahren in Achern an Fasnet
geboten wurde.
Der Referent wird den Becken-Alisi (mit dem bürgerlichen Namen Hermann
Burkhard) vorstellen, ein überzeugter Kämpfer für die Einführung einer
Republik, aber auch ein geschäftstüchtiger Acherner Bäcker, Land- und
Gastwirt, engagierter Feuerwehrkommandant sowie kraftstrotzender Vater
von 23 Kindern aus vier Ehen. Einem seiner Streiche die Stadt Achern den
Brunnen zwischen der Sparkasse und dem alten Rathaus gewidmet. Auch an
die beiden Dienstmänner Andreas Serrer und Josef Bolian, letzterer am
Acherner Bahnhof als Skulptur verewigt, wird Gernot Joerger erinnern und über
beide aus dem Buch seines Vaters zitieren, das in drei Auflagen erschienen ist.
Schließlich wird der Referent auch Ernstes und Lustiges aus dem beruflichen
Wirken an der Illenau und aus dem weinseligen Junggesellen-Leben von Julius
Klump, dem engagierten und begabten Musikdirektor, Komponisten und
Dirigenten, vorlesen.
Gernot Joerger bietet am Ende seines Vortrags ein Gespräch mit dem Publikum
über die Frage an, ob es auch heute noch Originale in und um Achern gibt oder
ob die moderne Welt kein Biotop mehr ist, in dem Originale sich entfalten und
gemocht werden.

Was erwartet Sie?
Besuch/Führung im Historischen Besucherbergwerk
„Segen Gottes“ in Schnellingen
Die alte Silbergrube ist ein Zeugnis eines rund 800 Jahre alten Bergbaus.
Auf drei Sohlen sind in der Grube silberführende Schwer-und Flussspatgänge
in seltener Schönheit aufgeschlossen. Kristalldrusen, Sinter und
Stalaktiten, sowie mit Schlägel und Eisen herausgehauene Stollen in
bestem Erhaltungszustand gehören ebenso wie historische Türstockverbaue
zu den Schätzen der Grube.
Stadtführung – Auf den Spuren von Heinrich Hansjakob
Führung durch „Alt Haslach“. Außer den wichtigen literarischen Orten,
die Hansjakob in Haslach selbst beschreibt, erfahren Sie natürlich viel
über die badische Landstadt um 1900.

Hinweis: Die Teilnehmer sollten gut zu Fuß sein und dürfen keine
Höhlenangst haben. Fußmarsch vom Bahnhof zum Bergwerk und zurück
circa je ½ Stunde, im Bergwerk selbst sind 135 Stufen zu bewältigen.
Hinzu kommt die Stadtführung.

Anmeldungen per Email oder Telefon bitte an die Vorstandsmitlgieder,
Kosten werden ca. 25€ zuzüglich der Kosten für das Mittagessen betragen

ACHTUNG! Terminänderung, der Vortrag wird am 24.05.2017 stattfinden, Uhrzeit und Vortragsort bleiben!

Walther Zimmermann - Leben und Werk des Anstaltsapothekers der Illenau (1917 bis 1937)

Der langjährige Illenauer Anstaltsapotheker (1917 bis 1937) Walther Zimmermann (1890–1945) hat sich als Botaniker, Volkskundler, Pharmaziehistoriker und Autor von Lehrbüchern einen Namen gemacht Er verfasste 21 Monographien und über 760 Zeitschriftaufsätze und wirkte unermüdlich in zahlreichen Standesorganisationen der Apothekerschaft. Daneben gehörte der Apotheker zu den eifrigen Aktiven des Acherner Turnvereins, gründete die Achertäler Bergwacht, wurde 1922 Vorstand der neu gegründeten Ortsgruppe des Historischen Vereins und übernahm in der NS-Zeit die Führung des lokalen Schwarzwaldvereins. Bis auf sein schreckliches Ende, Zimmermann wurde 1945 von französischen Soldaten ermordet, ist über sein Lebenswerk in Achern nur wenig bekannt, Wolfgang Winter zeichnet in seinem Vortrag das Bild einer politisch in die Irre getriebenen Persönlichkeit, die das fanatische Eintreten für den Nationalsozialismus am Ende seines Lebens ins Verderben riß.

Beginn der Veranstaltung 19 Uhr

Was erwartet Sie?
Stadtführung: Auf den Spuren des Konzils – von Päpsten, Ketzern, Kurtisanen
Als der größte Kongress des Mittelalters zwischen 1414 und 1418 in Konstanz tagte, galt
die Stadt als Mittelpunkt des Abendlandes. Bis heute erinnern zahlreichen Monumente
an diesen Höhepunkt des geistlichen und kulturellen Lebens am Bodensee. Der Rundgang
zeigt bekannte und weniger bekannte Zeugen dieser Epoche wie etwa die Grabplatte des
griechischen Philosophen Chrysolares, Hussens Weg zum Scheiterhaufen oder einfach
Orte, an denen es im wahrsten Sinne des Wortes „bunt“ zuging…
Besuch der Sonderausstellung mit Führung im Archäologischen Landesmuseum: Zu Gast bei Juden.
Leben in der mittelalterlichen Stadt
Die Sonderschau präsentiert die erhaltenen Spuren des kulturellen Erbes von Juden im
Bodenseegebiet. Die Besucherinnen und Besucher begegnen vor allem der Bilderwelt der
mittelalterlichen jüdischen Kultur der Region. Neben Medieninstallationen zeigt die
Ausstellung prunkvolle Exponate wie hebräische Prachthandschriften, die in Konstanz
oder benachbarten Städten hergestellt wurden. Dazu Gebrauchshandschriften, Urkunden
und Siegel und weitere Gegenstände, die mit jüdischem Leben in Verbindung stehen.

Die maximale Teilnehmerzahl wurde erreicht, Kosten werden ca 35€ zuzüglich Mittagessen betragen.

An diesem Abend werden erstmals historische Fotos aus dem Nachlass der Fotografenfamilie Wortmann öffentlich gezeigt. Die Besucher des Lichtbildvortrags erwartet eine Zeitreise in das Achern vor 100 Jahren, vor allem die Zeit von 1910 bis 1960. Es wird Einblick in das Schaffen von Foto Wortmann gegeben. Dahinter stehen mehrere Generationen der Familie. Ein Schwerpunkt ist die Glashütte und das Kraftwerk Achern, da beide gerade aus dem Stadtbild verschwinden.
Weitere Themen sind das Handwerk, Achern im Dritten Reich, die kriegszerstörte Stadt, die Acherner Originale. Viele unbekannte Ansichten aus Achern und Umgebung, zum Beispiel das Lindenhaus in Sasbach, längst dem Erdboden gleichgemacht. Auch das Fachwerkhaus in der Kronengasse ersteht noch einmal auf. Es stand einer Straße im Weg, die breit und geradeaus verlaufen sollte. Dieses Beispiel von 'Stadtentwicklung' ist nach wie vor aktuell. Was eine Stadt so liebenswert macht, wie es die gezeigten alten Ansichten vorführen, das sind eben nicht Verkehrsflächen und Parkplätze. Wenn der Abend diese Erkenntnis wieder ins Bewußtsein rückt, hat er etwas erreicht.
Text Michael Wortmann

Beginn der Veranstaltung 19 Uhr

Wer kennt schon die Sprache "Jenisch" oder kennt sogar "Jenische", also Jenischsprecher? Der Referent, Klaus G. Kaufmann, der sich mit der "Hohen Gerichtsbarkeit" und dessen ausführendem Organ, dem Scharfrichter, befasste entdeckte sein Thema bei seinen Forschungen.
Denn in diesem Personenkreis, aber auch vor allem bei den Abeckern, wurde diese Sprache genutzt. Entgegen anderen Erwartungen ist diese Sprache heute noch in Gebrauch. Anhand von Beispielen zeichnet Herr Kaufmann die Entwicklung der Sprache der fahrenden Händler, welche Ältere von uns noch erlebten, welche auch in Jenisch sprachen.

Nach dem Vortrag wird die Mitgliederversammlung stattfinden.

Mit der wegweisenden Heil- und Pflegeanstalt Illenau und weiteren Bauten hat er das Gesicht der Ortenau mitgeprägt. Hans Voß war hier der wichtigste Vertreter Weinbrenners, mit dem ihn auch ein persönliches Verhältnis verband. Denn dieser war schon mit dem Vater Johann Heinrich Voß befreundet, dem berühmten Dichter und Übersetzer. Dessen Sohn Hans folgte Weinbrenners architektonischem Vorbild eines heiteren, klaren Klassizismus und passte es behutsam den Veränderungen im Zeitgeschmack an, verband es maßvoll mit den Vorlieben der Romantik für eine vielfältigere, farbige und dekorative Architektur. Darin traf er sich mit anderen hier tätigen Schülern Weinbrenners, insbesondere dessen Neffen Johann Ludwig.

Der Vortrag wird die wichtigsten Bauten von Hans Voß und seinen zeitgenössischen Kollegen in der Ortenau vorstellen und dabei aufzeigen, worin die besonderen Merkmale und Qualitäten dieser Architektur bestehen.

Thematisch wird der Vortrag auch aktuelle Bezüge zu der in Achern geführten Diskussion um die Erhaltung des Hauses der ehemaligen Höheren Bürgerschule, des so genannten „Weinbrennerhauses“, herstellen. Hans Voss ist, neben Friedrich Weinbrenners Neffen Johann Ludwig Weinbrenner, einer der Baumeister, die aufgrund von Form-analysen und Plausibilitätserwägungen als Architekten des zeitgleich mit der Illenau errichteten Gebäudes, das ein wichtiges Kulturdenkmal für die „Bildungsstadt“ Achern ist, in Frage kommen.

Vortrag von Walther Stodtmeister

Aus der Sicht der Psychiatriegeschichte ist die Illenau ein Meilenstein der Reformpsychiatrie mit großer Ausstrahlung als Modell für weitere Anstalten. Die religiösen Impulse für Rollers Konzeption werden dabei kaum erwähnt. (Christian Friedrich Wilhelm Roller, Gründer und langjähriger Leiter der Heil- und Pflegeanstalt Illenau)
Pfarrer Gerhard Lötsch hat in einer gründlichen Recherche herausgearbeitet, wie eng Direktor Roller und der erste evangelische Anstaltsgeistliche der Bewegung der inneren Mission verbunden waren. Von Lötschs Untersuchung ausgehend zeichnet der Vortrag von Herrn Walther Stodtmeister diese Tradition der Illenau im religiösen Umfeld nach.

Veranstaltungsort dieses gemeinsam mit dem Forum Illenau organsierten Vortrags ist das Atelier der Illenauwerkstätten am Donnerstag, den 17. November 2016 um 20.00 Uhr.