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Aktuelles

ACHTUNG! Terminänderung, der Vortrag wird am 24.05.2017 stattfinden, Uhrzeit und Vortragsort bleiben!

Walther Zimmermann - Leben und Werk des Anstaltsapothekers der Illenau (1917 bis 1937)

Der langjährige Illenauer Anstaltsapotheker (1917 bis 1937) Walther Zimmermann (1890–1945) hat sich als Botaniker, Volkskundler, Pharmaziehistoriker und Autor von Lehrbüchern einen Namen gemacht Er verfasste 21 Monographien und über 760 Zeitschriftaufsätze und wirkte unermüdlich in zahlreichen Standesorganisationen der Apothekerschaft. Daneben gehörte der Apotheker zu den eifrigen Aktiven des Acherner Turnvereins, gründete die Achertäler Bergwacht, wurde 1922 Vorstand der neu gegründeten Ortsgruppe des Historischen Vereins und übernahm in der NS-Zeit die Führung des lokalen Schwarzwaldvereins. Bis auf sein schreckliches Ende, Zimmermann wurde 1945 von französischen Soldaten ermordet, ist über sein Lebenswerk in Achern nur wenig bekannt, Wolfgang Winter zeichnet in seinem Vortrag das Bild einer politisch in die Irre getriebenen Persönlichkeit, die das fanatische Eintreten für den Nationalsozialismus am Ende seines Lebens ins Verderben riß.

Beginn der Veranstaltung 19 Uhr

Was erwartet Sie?
Stadtführung: Auf den Spuren des Konzils – von Päpsten, Ketzern, Kurtisanen
Als der größte Kongress des Mittelalters zwischen 1414 und 1418 in Konstanz tagte, galt
die Stadt als Mittelpunkt des Abendlandes. Bis heute erinnern zahlreichen Monumente
an diesen Höhepunkt des geistlichen und kulturellen Lebens am Bodensee. Der Rundgang
zeigt bekannte und weniger bekannte Zeugen dieser Epoche wie etwa die Grabplatte des
griechischen Philosophen Chrysolares, Hussens Weg zum Scheiterhaufen oder einfach
Orte, an denen es im wahrsten Sinne des Wortes „bunt“ zuging…
Besuch der Sonderausstellung mit Führung im Archäologischen Landesmuseum: Zu Gast bei Juden.
Leben in der mittelalterlichen Stadt
Die Sonderschau präsentiert die erhaltenen Spuren des kulturellen Erbes von Juden im
Bodenseegebiet. Die Besucherinnen und Besucher begegnen vor allem der Bilderwelt der
mittelalterlichen jüdischen Kultur der Region. Neben Medieninstallationen zeigt die
Ausstellung prunkvolle Exponate wie hebräische Prachthandschriften, die in Konstanz
oder benachbarten Städten hergestellt wurden. Dazu Gebrauchshandschriften, Urkunden
und Siegel und weitere Gegenstände, die mit jüdischem Leben in Verbindung stehen.

Die maximale Teilnehmerzahl wurde erreicht, Kosten werden ca 35€ zuzüglich Mittagessen betragen.

An diesem Abend werden erstmals historische Fotos aus dem Nachlass der Fotografenfamilie Wortmann öffentlich gezeigt. Die Besucher des Lichtbildvortrags erwartet eine Zeitreise in das Achern vor 100 Jahren, vor allem die Zeit von 1910 bis 1960. Es wird Einblick in das Schaffen von Foto Wortmann gegeben. Dahinter stehen mehrere Generationen der Familie. Ein Schwerpunkt ist die Glashütte und das Kraftwerk Achern, da beide gerade aus dem Stadtbild verschwinden.
Weitere Themen sind das Handwerk, Achern im Dritten Reich, die kriegszerstörte Stadt, die Acherner Originale. Viele unbekannte Ansichten aus Achern und Umgebung, zum Beispiel das Lindenhaus in Sasbach, längst dem Erdboden gleichgemacht. Auch das Fachwerkhaus in der Kronengasse ersteht noch einmal auf. Es stand einer Straße im Weg, die breit und geradeaus verlaufen sollte. Dieses Beispiel von 'Stadtentwicklung' ist nach wie vor aktuell. Was eine Stadt so liebenswert macht, wie es die gezeigten alten Ansichten vorführen, das sind eben nicht Verkehrsflächen und Parkplätze. Wenn der Abend diese Erkenntnis wieder ins Bewußtsein rückt, hat er etwas erreicht.
Text Michael Wortmann

Beginn der Veranstaltung 19 Uhr

Wer kennt schon die Sprache "Jenisch" oder kennt sogar "Jenische", also Jenischsprecher? Der Referent, Klaus G. Kaufmann, der sich mit der "Hohen Gerichtsbarkeit" und dessen ausführendem Organ, dem Scharfrichter, befasste entdeckte sein Thema bei seinen Forschungen.
Denn in diesem Personenkreis, aber auch vor allem bei den Abeckern, wurde diese Sprache genutzt. Entgegen anderen Erwartungen ist diese Sprache heute noch in Gebrauch. Anhand von Beispielen zeichnet Herr Kaufmann die Entwicklung der Sprache der fahrenden Händler, welche Ältere von uns noch erlebten, welche auch in Jenisch sprachen.

Nach dem Vortrag wird die Mitgliederversammlung stattfinden.

Mit der wegweisenden Heil- und Pflegeanstalt Illenau und weiteren Bauten hat er das Gesicht der Ortenau mitgeprägt. Hans Voß war hier der wichtigste Vertreter Weinbrenners, mit dem ihn auch ein persönliches Verhältnis verband. Denn dieser war schon mit dem Vater Johann Heinrich Voß befreundet, dem berühmten Dichter und Übersetzer. Dessen Sohn Hans folgte Weinbrenners architektonischem Vorbild eines heiteren, klaren Klassizismus und passte es behutsam den Veränderungen im Zeitgeschmack an, verband es maßvoll mit den Vorlieben der Romantik für eine vielfältigere, farbige und dekorative Architektur. Darin traf er sich mit anderen hier tätigen Schülern Weinbrenners, insbesondere dessen Neffen Johann Ludwig.

Der Vortrag wird die wichtigsten Bauten von Hans Voß und seinen zeitgenössischen Kollegen in der Ortenau vorstellen und dabei aufzeigen, worin die besonderen Merkmale und Qualitäten dieser Architektur bestehen.

Thematisch wird der Vortrag auch aktuelle Bezüge zu der in Achern geführten Diskussion um die Erhaltung des Hauses der ehemaligen Höheren Bürgerschule, des so genannten „Weinbrennerhauses“, herstellen. Hans Voss ist, neben Friedrich Weinbrenners Neffen Johann Ludwig Weinbrenner, einer der Baumeister, die aufgrund von Form-analysen und Plausibilitätserwägungen als Architekten des zeitgleich mit der Illenau errichteten Gebäudes, das ein wichtiges Kulturdenkmal für die „Bildungsstadt“ Achern ist, in Frage kommen.

Vortrag von Walther Stodtmeister

Aus der Sicht der Psychiatriegeschichte ist die Illenau ein Meilenstein der Reformpsychiatrie mit großer Ausstrahlung als Modell für weitere Anstalten. Die religiösen Impulse für Rollers Konzeption werden dabei kaum erwähnt. (Christian Friedrich Wilhelm Roller, Gründer und langjähriger Leiter der Heil- und Pflegeanstalt Illenau)
Pfarrer Gerhard Lötsch hat in einer gründlichen Recherche herausgearbeitet, wie eng Direktor Roller und der erste evangelische Anstaltsgeistliche der Bewegung der inneren Mission verbunden waren. Von Lötschs Untersuchung ausgehend zeichnet der Vortrag von Herrn Walther Stodtmeister diese Tradition der Illenau im religiösen Umfeld nach.

Veranstaltungsort dieses gemeinsam mit dem Forum Illenau organsierten Vortrags ist das Atelier der Illenauwerkstätten am Donnerstag, den 17. November 2016 um 20.00 Uhr.

Prof. Dr. Ing. Rolf Pfefferle, Wolfach

In seinem Vortrag wird Dr. Pfefferle auf die römischen Straßen allgemein, wie Planung, Bau, Verkehr, Raststationen, Unterhaltung, nachrömische Nutzung eingehen. Wir werden einiges erfahren über den Streckenverlauf der Römerstraße von Straßburg nach Rottweil beziehungsweise nach Waldmössingen mit den Teilabschnitten Zunsweier bis Wolfach, Wolfach bis Schramberg, Schramberg bis Rottweil.
Um zu zeigen wie man bei der Straßenforschung vorgehen kann, wird Dr. Pfefferle in seinem Referat insbesondere auch auf den vom ihm gefundenen und nunmehr erforschten, bisher noch fehlenden Abstieg und Anschluss der römischen Trasse vom Brechsattel ins Kinzigtal über Schiltach, Brandsteig nach Waldmössingen genauer eingehen.

Veranstaltungsort ist die Sparkasse Offenburg/Ortenau in Achern, Rathausplatz 2
Donnerstag, den 22. September 2016 um 19.00 Uhr
(Haupteingang)

Der am 23. Juni 1816 in Haslach verstorbene Pfarrer Heinrich Hansjakob zählt zu den produktivsten Schriftstellern der deutschen Sprache. Er gilt als belesener Historiker, Chronist des Alltagslebens im Schwarzwald, engagierter Bewahrer des regionalen Brauchtums und glänzender Erzähler. Weiterhin wirkte der Pfarrherr als streitbarer Demokrat, Pazifist, Ökologe und Politiker. Anlässlich seines 100. Todestags referiert Wolfgang Winter, der Herausgeber der ersten, ungekürzten Neuauflage des „Illenauer Tagebuchs“, die der von „Nerventeufeleien“ geplagte „Rebell im Priesterrock“ 1894 in Achern verfasste, über den imposanten Lebenslauf des Schwarzwalddichters.

Mit dieser Fahrt bieten wir Ihnen die Möglichkeit das

Mittelalter hautnah zu erleben

In einem Waldstück bei Meßkirch entsteht Tag für Tag ein Stück Mittelalter, Handwerk und Freiwillige schaffen mit den Mitteln des 9. Jahrhunderts eine Klosterstadt, die den Namen “Campus Galli“ trägt. Ochsen ziehen Steinladungen zur Baustelle, Holzbalken werden mit Äxten behauen und aus der Schmiede ertönt der klingenden Ton des Amboss. Alles muss von Hand gemacht werden, alles ist mühsamer, geht langsamer als heutzutage, ist vielleicht aber auch erfüllender und befriedigender.

Der Plan für diese Klosterstadt ist weltberühmt, gezeichnet wurde er vor 1200 Jahren nicht weit entfernt, auf der Insel Reichenau. Erst jetzt wird er umgesetzt, ohne Maschinen, ohne modernes Werkzeug. Werden Sie Zeuge wie ein Stück Geschichte zum Leben erwacht.

Ein weiterer Höhepunkt der Fahrt erwartet Sie mit der Stadt-führung:

Fürstinnen, Äbtissinnen, Mägde – Frauen in Meßkirchs Geschichte

Die Geschichte der Stadt Meßkirch einmal anders – aus der Perspektive von Frauen – zu betrachten, dazu lädt diese Stadtführung nicht nur Frauen ein. Bei einem Rundgang durch die Stadt werden Persönlichkeiten und Bauwerke, Tragödien und Schwänke lebendig und lassen uns die Menschen früherer Zeiten näher kommen und verständlicher werden.

Vortrag von Herrn Udo Götz

Carl Julius Späth aus Steinmauern schafft als Autodidakt seine viel bestaunten astronomischen Wunderuhren – selbst Kaiser Wilhelm I. spricht ihm seine Anerkennung aus. In Steinmauern gibt es bald Neid und Intrigen gegen den Außenseiter. Er wird für “närrisch“ erklärt.

Schließlich wird er in die psychiatrische Klinik nach Heidelberg eingeliefert. Über die dortige Behandlung beklagt er sich heftig. Im Februar 1896 wird er in die Illenau verlegt, die er über alles lobt. Im Mai 1896 wird er bereits wieder entlassen. Erst vier Jahre vor seinem Tod im Jahre 1916 stellt die Gemeinde Steinmauern seinen Leumund wieder her. Heute ehrt sie sein Andenken durch ein Museum und einen Gedenkstein sowie durch die Benennung der Grund- und Hauptschule nach ihm.

trag von HernUdo Götz war 43 Jahre Gemeinderat und Bürgermeisterstellvertreter in Steinmauern. Seit 1989 beschäftigt er sich intensiv mit der Person von C. J. Späth. Aus dessen Nachlass erhielt er von Nachkommen zahlreiche Unterlagen, die er einfließen ließ in die im Flößereimuseum Steinmauern eingerichtete C. J. Späth – Gedächtnisstube.

Carl Julius Späth aus Steinmauern schafft als Autodidakt seine viel bestaunten astronomischen Wunderuhren – selbst Kaiser Wilhelm I. spricht ihm seine Anerkennung aus. In Steinmauern gibt es bald Neid und Intrigen gegen den Außenseiter. Er wird für “närrisch“ erklärt.

Schließlich wird er in die psychiatrische Klinik nach Heidelberg eingeliefert. Über die dortige Behandlung beklagt er sich heftig. Im Februar 1896 wird er in die Illenau verlegt, die er über alles lobt. Im Mai 1896 wird er bereits wieder entlassen. Erst vier Jahre vor seinem Tod im Jahre 1916 stellt die Gemeinde Steinmauern seinen Leumund wieder her. Heute ehrt sie sein Andenken durch ein Museum und einen Gedenkstein sowie durch die Benennung der Grund- und Hauptschule nach ihm.

Udo Götz war 43 Jahre Gemeinderat und Bürgermeisterstellvertreter in Steinmauern. Seit 1989 beschäftigt er sich intensiv mit der Person von C. J. Späth. Aus dessen Nachlass erhielt er von Nachkommen zahlreiche Unterlagen, die er einfließen ließ in die im Flößereimuseum Steinmauern eingerichtete C. J. Späth – Gedächtnisstube.