Aktuelles

Der am 23. Juni 1816 in Haslach verstorbene Pfarrer Heinrich Hansjakob zählt zu den produktivsten Schriftstellern der deutschen Sprache. Er gilt als belesener Historiker, Chronist des Alltagslebens im Schwarzwald, engagierter Bewahrer des regionalen Brauchtums und glänzender Erzähler. Weiterhin wirkte der Pfarrherr als streitbarer Demokrat, Pazifist, Ökologe und Politiker. Anlässlich seines 100. Todestags referiert Wolfgang Winter, der Herausgeber der ersten, ungekürzten Neuauflage des „Illenauer Tagebuchs“, die der von „Nerventeufeleien“ geplagte „Rebell im Priesterrock“ 1894 in Achern verfasste, über den imposanten Lebenslauf des Schwarzwalddichters.

Mit dieser Fahrt bieten wir Ihnen die Möglichkeit das

Mittelalter hautnah zu erleben

In einem Waldstück bei Meßkirch entsteht Tag für Tag ein Stück Mittelalter, Handwerk und Freiwillige schaffen mit den Mitteln des 9. Jahrhunderts eine Klosterstadt, die den Namen “Campus Galli“ trägt. Ochsen ziehen Steinladungen zur Baustelle, Holzbalken werden mit Äxten behauen und aus der Schmiede ertönt der klingenden Ton des Amboss. Alles muss von Hand gemacht werden, alles ist mühsamer, geht langsamer als heutzutage, ist vielleicht aber auch erfüllender und befriedigender.

Der Plan für diese Klosterstadt ist weltberühmt, gezeichnet wurde er vor 1200 Jahren nicht weit entfernt, auf der Insel Reichenau. Erst jetzt wird er umgesetzt, ohne Maschinen, ohne modernes Werkzeug. Werden Sie Zeuge wie ein Stück Geschichte zum Leben erwacht.

Ein weiterer Höhepunkt der Fahrt erwartet Sie mit der Stadt-führung:

Fürstinnen, Äbtissinnen, Mägde – Frauen in Meßkirchs Geschichte

Die Geschichte der Stadt Meßkirch einmal anders – aus der Perspektive von Frauen – zu betrachten, dazu lädt diese Stadtführung nicht nur Frauen ein. Bei einem Rundgang durch die Stadt werden Persönlichkeiten und Bauwerke, Tragödien und Schwänke lebendig und lassen uns die Menschen früherer Zeiten näher kommen und verständlicher werden.

Vortrag von Herrn Udo Götz

Carl Julius Späth aus Steinmauern schafft als Autodidakt seine viel bestaunten astronomischen Wunderuhren – selbst Kaiser Wilhelm I. spricht ihm seine Anerkennung aus. In Steinmauern gibt es bald Neid und Intrigen gegen den Außenseiter. Er wird für “närrisch“ erklärt.

Schließlich wird er in die psychiatrische Klinik nach Heidelberg eingeliefert. Über die dortige Behandlung beklagt er sich heftig. Im Februar 1896 wird er in die Illenau verlegt, die er über alles lobt. Im Mai 1896 wird er bereits wieder entlassen. Erst vier Jahre vor seinem Tod im Jahre 1916 stellt die Gemeinde Steinmauern seinen Leumund wieder her. Heute ehrt sie sein Andenken durch ein Museum und einen Gedenkstein sowie durch die Benennung der Grund- und Hauptschule nach ihm.

trag von HernUdo Götz war 43 Jahre Gemeinderat und Bürgermeisterstellvertreter in Steinmauern. Seit 1989 beschäftigt er sich intensiv mit der Person von C. J. Späth. Aus dessen Nachlass erhielt er von Nachkommen zahlreiche Unterlagen, die er einfließen ließ in die im Flößereimuseum Steinmauern eingerichtete C. J. Späth – Gedächtnisstube.

Carl Julius Späth aus Steinmauern schafft als Autodidakt seine viel bestaunten astronomischen Wunderuhren – selbst Kaiser Wilhelm I. spricht ihm seine Anerkennung aus. In Steinmauern gibt es bald Neid und Intrigen gegen den Außenseiter. Er wird für “närrisch“ erklärt.

Schließlich wird er in die psychiatrische Klinik nach Heidelberg eingeliefert. Über die dortige Behandlung beklagt er sich heftig. Im Februar 1896 wird er in die Illenau verlegt, die er über alles lobt. Im Mai 1896 wird er bereits wieder entlassen. Erst vier Jahre vor seinem Tod im Jahre 1916 stellt die Gemeinde Steinmauern seinen Leumund wieder her. Heute ehrt sie sein Andenken durch ein Museum und einen Gedenkstein sowie durch die Benennung der Grund- und Hauptschule nach ihm.

Udo Götz war 43 Jahre Gemeinderat und Bürgermeisterstellvertreter in Steinmauern. Seit 1989 beschäftigt er sich intensiv mit der Person von C. J. Späth. Aus dessen Nachlass erhielt er von Nachkommen zahlreiche Unterlagen, die er einfließen ließ in die im Flößereimuseum Steinmauern eingerichtete C. J. Späth – Gedächtnisstube.

Geschichte und Erinnerung bildet den Kern des Dokumentationszentrums. Die Ausstellung dokumentiert die Ereignisse des Jahres 1940. Grafeneck wird zum ersten Ort systematisch-indus-trieller Ermordung von Menschen und steht somit an einem Ausgangspunkt ungeheuerlicher Menschheitsverbrechen. Am 18. Januar 1940 beginnen die Morde in Grafeneck. Ihnen fallen bis Dezember 1940 über 10.600 Menschen – Männer, Frauen und Kinder – zum Opfer.

Aus der Heil- und Pflegeanstalt Illenau werden am 18.05. 1940 die ersten 75 kranken Menschen in die Tötungsanstalt deportiert und dort vergast. Mindestens 260 Frauen und Männer der Illenau wurden Opfer der „Aktion T 4“. Ihnen ist der Gedenkraum des Illenau Arkaden Museums gewidmet und ihrer wollen wir mit dieser Fahrt nach Grafeneck gedenken.

Programm:

14 Uhr Besuch (mit Führung) der Ausstellung: „Euthanasie“-Verbrechen in Südwestdeutschland. Grafeneck 1940.

Eine interessante Ausstellung und Führung im Historischen Museum mit außergewöhnlichen Ausstellungsstücken (siehe Anhang) sowie eine Führung in der Georgskirche von Haguenau erwartet Sie dort.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Ihrer Anmeldung sehen wir gerne entgegen, telefonisch, per Mail, oder aber durch Eintrag in die Interessentenliste die bei unserem Vortrag "Max Jörger - Ein Acherner Bürger im Ersten Weltkrieg" am kommenden Donnerstag, den 29. Oktober, im Hotel "Sonne-Eintracht" ausliegen wird.

Die Kosten für Busfahrt, Eintrittsgelder und Führungen, deren exakte Höhe aktuell noch nicht feststehen, werden im Bus eingesammelt, die Kosten für das gemeinsame, einheitliche Mittagessen ist von den Teilnehmern vor Ort selbst zu entrichten. 

wir laden Sie ganz herzlich ein zu einem weiteren Vortrag aus unserer diesjährigen
Themenreihe, den wir gemeinsam mit dem Forum Illenau veranstalten.
Der Vortrag "Eliteerziehung und Volkstumspolitik - Die Illenau im Zweiten Weltkrieg"
des Konstanzer Historikers Dr. Arnulf Moser, zu dessen Arbeitsgebieten die süddeutschen Nationalpolitischen Erziehungsanstalten (Napolas), die Eliteschulen des Dritten Reiches gehören, nimmt Bezug auf die Zeit von 1940 bis 1945, in der auch in der Illenau Nationalsozialistische Schulen angesiedelt waren. Nach der Räumung der Heil- und Pflegeanstalt 1940 war dort zuerst eine Reichssschule für Volksdeutsche eröffnet worden, eine Schule für Südtiroler Mädchen, deren Eltern nach Deutschland oder Österreich auswandern wollten. Für die Jungen aus Südtirol wurde in Rufach im besetzten Elsass ebenso eine Schule eröffnet, gleichfalls in einer ehemaligen Heilund Pflegeanstalt. Ein dunkler Schatten fällt auf die Mädchenschule, weil ihr etwa 50 polnische Mädchen in ein gesondertes Gebäude zugewiesen wurden. Sie wurden zur Germanisierung aus Polen verschleppt und später in deutsche Familien weitergereicht. Erstmals wird auch die Geschichte der erst 1943 in der Illenau gegründeten Napola für Jungen geschildert, die bei Kriegsende in eine chaotische Flucht Richtung Bodensee mündete.
Mit dieser Mischung aus Volkstumspolitik und Elitedenken benutzten die Nationalsozialisten die Illenau als ein wichtiges Experimentierfeld ihrer Schulpolitik im Zweiten Weltkrieg.

wir laden Sie ganz herzlich ein zu einem weiteren Vortrag aus unserer diesjährigen Themenreihe: "Vom D-Day bis zum Wirtschaftswunder: Kriegsende, Besatzungszeit und Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg"
Der Vortrag von Dr. Winfried Hoggenmüller, Arzt für Psychotherapie, "Langes Schweigen, lange Schatten - Kinder des zweiten Weltkrieges heute" behandelt nachwirkende traumatische Erfahrungen, denen Kinder und Jugendliche während der Kriegs- und Nachkriegszeit ausgesetzt waren. Menschen die noch immer durch die Erinnerung an Bombenangriffe, Vertreibung, Vergewaltigung, den Verlust von Angehörigen oder Inhaftierung belastet sind, haben gerade jetzt im Alter ein erhöhtes Risiko an körperlichen und seelischen Leiden zu erkranken. Das macht deutlich, dass der Krieg nicht mit dem Friedensschluss endet, sondern noch Jahrzehnte in den Beteiligten nachwirkt.

Vortrag von Herrn Berthold Gallinat

Über eine Karte werden zunächst die Flüchtlingsströme am Ende des Zweiten Weltkrieges vermitteln
Anhand der Bestimmungen der Potsdamer Konferenz wird auf die historische Lage und die Frage der Umsiedlungen eingegangen und diese dann der Realität von Flucht und Vetreibung entgegengestellt.

Die derzeitige Situation wird auch mit der heutigen verglichen.