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Aktuelles

Vortrag von Pfarrer Dr. Hans-Gerd Krabbe

Wesentlicher Baustein des Heilungskonzeptes für die Kranken der Illenau war von Anfang an die Sorge um deren seelischen Betreuung und Genesung. Auch ein den Anforderungen beider Konfessionen gerecht werdendes religiös-kirchliches Leben der Patienten und des Ärzte-, Beamten-, Pflegepersonals musste in angemessener Weise gewährleistet werden. Daneben hatten die Geistlichen der Illenau auch Aufgaben der persönlichen Seelsorge wahrzunehmen. Dies alles unter dem schon von Dr. Christian Roller ausgegeben Leitsatz, dass „beide Konfessionen im Geist dienender Liebe und der Kraft christlichen Glaubens hier zusammenwirken", Kern des „Illenauer Geistes". Pfarrer Dr. Krabbe wird, 172 Jahre nach dem im Festsaal der Illenau gefeierten, in der Region ersten evangelischen Gottesdienstes, das Leben und segensreiche Wirken der Geistlichen in der Illenau darstellen.

 

Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Heizmann, Université de Montreal

Vor 520 Jahren erschien das „Narrenschiff" des Straßburger Humanisten Sebastian Brant. Diese „Moralsatire" mit Holzschnitten von Albrecht Dürer wurde in vielen Auflagen zum Bestseller ihrer Zeit. Ein fiktives Schiff wird mit Narren, die Unsitten und Laster der Zeit verkörpern, auf die Fahrt nach „Narragonien" geschickt – Kritik an neuen und unsinnigen Modetorheiten, gleichzeitig Lehre und Ermahnung. Anhand dieses zu den wichtigsten Büchern des 15. Jh. und zur Weltliteratur gehörenden Werkes wird Literaturprofessor Dr. Heizmann über das geistige und gesellschaftliche Klima der Zeit, humanistischer Ideen vor der Reformation und das Wirken Brants sprechen. Im Mittelpunkt dieser "Literatur-Geschichte" wird "Das Narrenschiff" stehen.

 

Studienfahrt nach Saverne, Hausbergen usw.

Ein Schloss wie die bischöfliche Residenz in Zabern lässt sich authentisch nur im Querformat präsentieren. Quer lag der Bischof auch dem mächtigen Straßburg im Magen, weswegen er nach der gegen die Bürgerschaft verlorene Schlacht bei Hausbergen die Stadt meiden und andernorts Hof halten musste: Molsheim, Hohbarr, Dachstein und Zabern sind Namen, die damit im Zusammenhang stehen. Unsere Fahrt wird Orte dieser Bedeutung sowie weitere geschichtsrelevante Stätte aufsuchen und die Gelegenheit geben, diese kennen zu lernen, die Straßburger Bistumsgeschichte zu vertiefen und Bezüge zu dem in den Vorträgen Gehörten herzustellen.

 

Studienfahrt nach Ettenheim, Ettenheimmünster und Schuttern

War Ettenheim jahrhundertelang ein nachgeordneter Pfarr- und Verwaltungsort im rechtsrheinischen Teil des Bistums Straßburg, wurde es nach der Französischen Revolution zum Exil des letzten Fürstbischofs und einige Jahre zur „Notresidenz". Hier im Oberamt Ettenheim, wo der Bischof – wie in Oberkirch- auch weltlicher Herr war, wurde eine Verwaltung der dem Bischof noch verbliebenen Ortenau eingerichtet. Die Säkularisation von 1803 setzte der weltlichen Herrschaft des Barockfürsten ein Ende. Er verstarb 1803 und wurde in der Ettenheimer Pfarrkirche beigesetzt. Die Fahrt geht den noch spürbaren Beziehungen zum Bistum Straßburg in Ettenheims altstadt und im durch den Bischof von Straßburg im 7./8. Jh. gegründeten Kloster Ettenheimmünster unter sachkundiger Führung nach. Den Abschluss der Fahrt bildet der Besuch des ehemaligen Klosters Schuttern, ebenfalls durch Initiative von Bistum und elsässischen Herzogtum gegründet.

 

Video-Vortrag von Dr. Jörg Sieger, Bruchsal

Eine bis heute eher berühmt-berüchtigte Person hat dazu beigetragen, dass Ettenheim in den Jahren des Ende des Fürstbistums Straßburgs unerwartet Bedeutung erhielt: Kardinal Louis de Rohan-Guémené. Unglücklich in die Affäre um das „Halsband der Königin Marie Antoinette" verstrickt und durch den Ausbruch der Französischen Revolution zur Emigration gezwungen, hat der letzte Straßburger Fürstbischof traurige Berühmtheit erlangt. Anhand der Geschichte dieses „Kardinals im Schatten der Revolution" entsteht ein plastisches und anschauliches Bild des Schicksals der Menschen auch im rechtrheinischen Teil des Straßburger Bistums in den schweren Jahren vom Ausbruch der Revolution bis hin zum Reichsdeputationshauptschluss 1803.

 

Vortrag von Dr. Niklot Krohn, Freiburg

Die Straßburger Bistumsgeschichte des 16. Und 17. Jh. Kann ohne Reformation nicht gesehen werden, zumal sich die Haupt- und Kathedralstadt Straßburg zu einem weit über den Oberrhein hinaus ausstrahlenden reformatorischen Zentrum entwickelt hatte. Pfarrer Dr. Schildberg wird  mit dem „Hanauerland", zu dem auch die rechtsrheinischen Ämter Willstätt und Lichtenau zählten, die Reformation in einer deutschen Grafschaft darstellen, in der die Untertanen der vom Landesherrn bestimmten Religion zu folgen hatte. Wie mit der Reformation nur Dogmen und alte feudale Abhängigkeiten geändert und die neue Konfession eingeführt, sondern auch Zustände verbessert und politische Ziele verfolgt werden sollten, wird Dr. Schildberg eindrucksvoll aufzeigen. ...weiterlesen "Vortrag von Dr. Gerhard Schildberg"

Vortrag von Dr. Gerhard Schildberg

Straßburger Bistumsgeschichte des 16. Und 17. Jh. Kann ohne Reformation nicht gesehen werden, zumal sich die Haupt- und Kathedralstadt Straßburg zu einem weit über den Oberrhein hinaus ausstrahlenden reformatorischen Zentrum entwickelt hatte. Pfarrer Dr. Schildberg wird mit dem „Hanauerland", zu dem auch die rechtsrheinischen Ämter Willstätt und Lichtenau zählten, die Reformation in einer deutschen Grafschaft darstellen, in der die Untertanen der vom Landesherrn bestimmten Religion zu folgen hatte. Wie mit der Reformation nur Dogmen und alte feudale Abhängigkeiten geändert und die neue Konfession eingeführt, sondern auch Zustände verbessert und politische Ziele verfolgt werden sollten, wird Dr. Schildberg eindrucksvoll aufzeigen.

 

Vortrag von Johannes Mühlan, Sasbach

Seltener wird heute in der Darstellung der älteren Geschichte des Umstandes gedacht, dass unsere mittelbadiche Region einst rund 1500 Jahre rechtsrheinischer Teil des Bistums Straßburgs war und der Bischof in Teilen der Ortenau auch die weltliche Landesherrschaft inne hatte. Dies in historischen Szenen schlaglichtartig in den Blick zu nehmen, exemplarische Geschehnisse, Entwicklungen und damit gemeinsame Bistums- und Landesgeschichte beiderseits des Rheins in Erinnerung zu rufen, ist Ziel dieses mit Karten und Bildern unterlegten Vortrages.